In meiner Arbeit als Shiatsu-Praktiker geht es für mich nicht nur um Technik. Es geht um Vertrauen. Um Zuhören. Um einen Raum, in dem Menschen ankommen dürfen – im eigenen Körper. Und genauso geht es um fundiertes Wissen, in diesem Fall um anatomisches Fachwissen rund um’s Knie.
Damit ich diesen Raum verantwortungsvoll halten kann, ist es mir wichtig, mich kontinuierlich weiterzubilden, meine Fähigkeiten zu verfeinern und genauso mein Verständnis für den menschlichen Körper zu vertiefen. Vergangenes Wochenende durfte ich ein weiteres Modul der Fortbildungsreihe Quantum Bodywork von und mit dem Physiotherapeuten und Anatomie-Experten Markus Schoberberger besuchen. Nach dem Basismodul mit dem Fokus auf die Wirbelsäule stand dieses Mal das Knie im Mittelpunkt.
Das Knie – Verbindung zwischen Stabilität und Bewegung
Das Knie trägt uns durchs Leben. Es verbindet Stabilität mit Beweglichkeit, Vorwärtsgehen mit Innehalten. Wenn Schmerzen oder Unsicherheiten entstehen, betrifft das oft mehr als nur ein Gelenk.
An diesem Wochenende haben wir uns intensiv mit der Anatomie des Knies beschäftigt – mit Bändern, Menisken, Muskeln und ihren faszialen Verbindungen. Und genauso haben wir uns etwaige Symptomatiken auf der Gesamt-Körperebene betrachtet. Wir haben typische Beschwerdebilder besprochen am Knie und dabei auch den Knöchel und die Strukturen im Fuß angesehen, um funktionelle Zusammenhänge noch klarer zu erkennen.
Besonders wertvoll waren die praktischen Tests und Befundungsmethoden. Sie helfen mir, genauer hinzusehen, differenzierter zu fühlen und besser zu verstehen, was der Körper gerade ausdrückt.
Wissen als Basis für Vertrauen
Je tiefer mein anatomisches Verständnis wird, desto ruhiger und klarer kann ich in der Behandlung sein. So ist Fortbildung für mich mehr als berufliche Weiterentwicklung, es ist auch Verantwortung gegenüber meinen Klientinnen und Klienten. Dieses Wissen gibt mir Sicherheit – und diese Sicherheit kann ich aktiv in meine Einheiten übertragen.
Shiatsu bleibt für mich ganzheitlich. Doch ein fundiertes Verständnis der körperlichen Strukturen ermöglicht es mir, noch individueller zu begleiten und gezielt dort zu unterstützen, wo der Körper nach Aufmerksamkeit ruft.
Besonders bereichernd war für mich die Zusammenarbeit mit Markus Schoberberger, der den Kurs mit viel Erfahrung, Klarheit und deutlicher Freude geleitet hat – getragen von zwei sehr präsenten und professionellen Assistent:innen und einer Gruppe engagierter Teilnehmerinnen, die mit ihrem Wissen, ihren achtsamen Fragen und ihrem offenen Austausch wesentlich zu dieser herzlichen, lebendigen Lernatmosphäre beigetragen haben.
Ich bin dankbar, von erfahrenen Expert:innen lernen zu dürfen und gleichzeitig meinem eigenen Zugang zur Körperarbeit treu zu bleiben: Achtsam, respektvoll und mit dem Wunsch, dass Menschen sich bei mir gut aufgehoben fühlen.
Für Interessiertem, hier mehr zu Markus Schoberberger

