Gemeinsam Positives erleben

Telllington TTouch in der Praxis

Individuelle Geschichten und Erfolgserlebnisse

Bako – mein Begleiter und Lehrer

Grauer Schäferhund, 8 Jahre, Rüde kastriert

Mein Mann und ich adoptieren Bako aus dem Tierschutz mit etwa 1,5 Jahren und generell ist er stark verängstigt. Bako ist ein Findling und wir haben keine Information über seine Vorgeschichte. Er hat große Angst vor Menschen, ganz besonders vor Männern und reagiert reaktiv auf andere Hunde. Im ersten Jahr kann mein Mann den Hund kaum berühren, das Anleinen ist ein Spießrutenlauf. Bako hat sehr genau gelernt welche Greifdistanz Menschen haben; in Stressituationen kann er nicht kommen, es ist als würde in seinem Kopf ein Film ablaufen. Abrufen? Sonst kommt er gerne – in diesen Situationen vollkommen unmöglich. Nicht weil er nicht will, man sieht ihm an: er kann einfach nicht. Leckerchen? In diesen Situationen höchst verdächtig; herkommen – keine Chance.

Auf der Suche nach adäquater Unterstützung landen wir bei verschiedenen Trainern und Hundeschulen. Mit der Tellington TTouch-Methode werden die Dinge einfacher und geleitet von der Idee Change the posture, change the mind arbeiten wir an der Körperhaltung und beeinflussen dabei die innere Haltung und die Gefühlswelt. Diese achtsame, gewaltfreie Form von Training und Kommunikation führt uns zu einem harmonischen Miteinander. Regelmäßiger, am Anfang täglicher, TTouch, Rituale, Managementtechniken und ein langer Atem schenken uns einen entspannten Hund.

Die anfängliche Ratlosigkeit und teilweise Verzweiflung ist Vertrauen gewichen; unser Eindruck im Tierheim von Ruhe und Sanftheit hat sich bestätigt. Wir arbeiten kontinuierlich an der Begegnung mit anderen Hunden, und können inzwischen entspannte Spaziergänge durch die Altstadt genießen.

Arche Noah

Lara

Deutsch-Drahthaar, 12 Jahre, Hündin kastriert

Lara ist eine ältere Dame und das Alter macht sich in Form von Steifigkeit beim Gehen und Probleme beim Aufstehen bemerkbar. Besonders nach längerem Liegen fällt das Gehen schwer, das Gangbild ist ungleichmäßig, verbessert sich jedoch mit der Bewegung. Nach den ersten Einheiten schläft Lara fast den ganzen nächsten Tag. Sie kann leichter aufstehen und hinkt in den nächsten Tagen deutlich weniger. Die Halterin hat Freude an der Arbeit und TTouch wird zur täglichen Routine; sie fühlt sich bestätigt im Gefühl, dass sie ihrem Hund über Berührungen etwas Gutes tun kann und schätzt die Tiefe der Verbindung.

Carlos

Spanischer Windhund-Mix, 2 Jahre, Rüde kastriert

Die Halterin hat Carlos aus dem Tierschutz adoptiert, für die Einführungsphase sucht sie Unterstützung. Der Hund zeit einen hohen Stresslevel und fällt insbesondere durch starkes Kauverhalten an den Händen auf. Carlos fällt es schwer alleine zu bleiben und auch eine Leine kennt er kaum. Wir arbeiten mit TTouches zur Entspannung, die er gut annimmt. Die Halterin hat bereits ein paar Rituale eingeführt, wir besprechen diese. Für die Leinenführigkeit arbeiten wir zuerst mit Balance-Leine und dann mit Geschirr und Zwei-Punktführung. Beim Autofahren reagiert Carlos sehr positiv auf seine Hundebox und so schlage ich vor, auch eine Box für die Wohnung einzuführen, um das Alleine-bleiben aufzubauen und auch bei Gästen – mit einer sicheren Rückzugsmöglichkeit – zu unterstützen. Ich stehe in dieser Zeit zwischen den Einheiten auch telefonisch immer wieder mit Tipps zur Seite.

Franky

Neufundländer-Mix, 6 Jahre, Rüde kastriert

Ein Baby bereichert das Leben der Halter und sie haben Sorge, Franky könnte zu stürmisch sein im Umgang mit dem Baby, gerade weil er dazu neigt Freude über Gäste durch Hochspringen auszudrücken; bei Kaffee und Kuchen ist Franky ein bettelnder Fixpunkt neben dem Kaffeetisch, der erhöhte Speichelfluss zu Tisch ist für Gäste und Besitzer dagegen eher ein Appetitihemmer. Mit dem Einführen von Ritualen zur Begrüßung, einem zugewiesenen Platz beim Essen und TTouches zur Entspannung ändert sich das Verhalten rasch. Die Konsequenz der Halter entscheidet über die Nachhaltigkeit der Veränderung.

Mathilda

Quarter Horse, 8 Jahre, Stute

Ich arbeite mit einer Western gerittenen Stute mit Spat-Diagnose. Nach konsequenter Arbeit über mehrere Wochen mit einer Mischung aus Boden- und Körperarbeit und vorwärts-abwärts Lockerung  vom Sattel aus ist eine deutliche Verbesserung in der Beweglichkeit bemerkbar. Die Stute ist sehr motiviert, begreift schnell und will von sich aus ihr Bestes geben. Die Besitzerin ist begeistert: Mathilda schafft die im Westernreiten typischen Spins (schnelle Drehungen auf der Hinterhand) mit einer nie zuvor dagewesenen Leichtigkeit.